Die Tyrannei der Euphemismen
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„Glücklicherweise“, so bemerkte Armin Laschet, Integrationsminister
des Landes Nordrhein-Westfalen, in einem Interview mit dem
Deutschlandfunk, seien solche „Referenden“ wie in der Schweiz in
Deutschland nicht möglich. Er sprach damit wohl auch seiner
Parteivorsitzenden, der Bundeskanzlerin
Angela Merkel, aus dem Herzen,
die in bezug auf Volksentscheide
einst feststellte:
„Ich bin ganz entschieden der Auffassung, dass plebiszitäre Elemente auf der Bundesebene nicht der richtige Weg sind.“
ein weiterer Artikelauszug:
Wichtiger aber ist noch das Signal, das diese Entscheidung an die
Politik sendet: Die Schweizer haben die Bevormundung satt. Sie haben
es, wie so viele in Europa, satt, einer Tyrannei von Euphemismen
ausgeliefert zu sein. Was die Menschen sehen, erleben und wie sie
empfinden, deckt sich nicht mehr mit dem, was ihre „Volksvertreter“
(angeblich) sehen, erleben und als empfunden wissen wollen. Diese
Diskrepanz gibt es nicht nur in der Schweiz. Sie läßt sich in ganz
Europa beobachten. Und sie ist beunruhigend. Dass sie nun so deutlich
geworden ist, ist aber auch eine Chance.
Kommentar welt online :
Die Kritik der muslimischen Laender ist bigott
Von Clemens Wergin
2. Dezember 2009, 22:06 Uhr
Nichtmuslime wären in vielen Staaten froh, wenn sie einen Bruchteil der
Rechte genießen würden, die die Schweiz ihren muslimischen Bürgern
bietet. Die Kritik, die auf die Schweiz niederprasselt, ist voller
Heuchelei. Der Westen sollte sich selbst nicht an rückschrittlicheren
Weltregionen messen.